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Totgesagte leben länger...
Vor einigen Jahren noch prophezeiten Medienanalysten das Ende des Printkataloges. Unbestreitbar ist, dass vor allem jüngere Zielgruppen sich eher online als über Printmedien informieren. Auch im Industriebereich gehören Online-Kataloge auf Grund ihrer fast sofortigen Aktualisierbarkeit inzwischen zum Alltag.
Inzwischen lässt sich aber eindeutig sagen: traditionelle Print-Werbemittel wie Kataloge haben nicht ausgedient. Lediglich deren Zweck und Bedeutung ändern sich. Der klassische Gesamtkatalog wird zwar immer mehr an Bedeutung verlieren, dafür hat der Bereich des Direct Mailing, also der gezielten Zusendung von auf den Endkunden zugeschnittenen Produktinformationen, deutlich hinzugewonnen. Untersuchungen zeigen, dass das Print-Werbemittel persönlicher und konzentrierter wahgenommen werden - der Mensch ist immer noch ein sehr "haptisches" Wesen.
Entscheidend ist, die verschiedenen Bestandteile des Mediamix gezielt miteinander zu verknüpfen, um eine optimale Wirkung zu erzielen. "Es genügt nicht, seine Zielgruppe nur über einen Kanal zu erreichen – eine Ansprache über unterschiedliche Kanäle ist deutlich effektiver und verschafft größere Reichweite". Diese Aussage von Barbara Daliri Freyduni (Marketing Director Google Deutschland) bezieht sich nicht nur auf den Bereich Werbung und Markenaufbau, sondern auch auf Kataloge.
Eine im Sommer 2011 erschienene Studie des ECC Handel zeigte z.B., dass dass Kataloge als Impulsgeber für den Online-Handel deutlich an Relevanz gewinnen und kommt zu dem Ergebnis, dass bei 16,5 Prozent der Käufe in Online-Shops eine Informationssuche im Katalog den Impuls zur Wahl des Anbieters geliefert hat. Kunden entscheiden sich also aufgrund der Informationssuche im Katalog für einen Kauf im Online-Shop des Anbieters. Demzufolge seien knapp 20 Prozent des gesamten Umsatzes in Online-Shops auf die Informationssuche in Print-Katalogen desselben Anbieters zurückzuführen.

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